Einblicke in Station 5

Seit Oktober 2019 ist «Der Wind von Station 5» erhältlich. Hier ein paar Einblicke in den historischen Kurzroman.

Worum geht’s eigentlich in «Der Wind von Station 5»?

In einem Satz ausgedrückt: Um den Umgang mit der Realität des Sterbens.

Klingt etwas salopp und bedrückend …

Man könnte es meinen. Tatsächlich ist der Tod etwas, worüber man nur ungerne redet. Mit dieser Geschichte versuche ich, mich aus verschiedenen Blickwinkeln an das heikle Thema heranzutasten.

Wie wirkt sich das in der Geschichte aus?

Die Geschichte hat Nya, eine junge Pflegefachfrau, als Protagonistin. Sie arbeitet in einer unscheinbaren, etwas in die Jahre gekommenen Station. Dass sie dort unter anderem auch Menschen auf ihre letzte Reise begleiten würde, war ihr bewusst. Was aber ein ihr zugewiesener Patient erlebt, bleibt zunächst für alle ein Mysterium. Dabei rückt die Vergangenheit der Station in den Mittelpunkt: Station 5 ist Teil einer Klinik, die während Berns dunkelster Stunde der Pest durch eine mutige Frau entstanden ist. War es im Mittelalter der Schwarze Tod, der die Vergänglichkeit des Daseins auf drastische Weise ins Gewissen rief, so bleibt man selbst 600 Jahre später bei denselben Fragen hängen: Warum bin hier? Was macht das Leben lebenswert? Was bleibt am Schluss? Ist der Tod das Ende? Nya durchlebt innerhalb von wenigen Tagen eine intensive Zeit in und ausserhalb der Klinik und nimmt den Leser mit auf ihre Begegnung mit dem Tod. Und man lernt zu verstehen, was es heisst, selbst in der aussichtslosesten Situation noch Hoffnung zu haben.

Ist die Geschichte wahr oder frei erfunden?

Beides. Grundsätzlich ist die Geschichte historisch, geografisch und kulturell wahr. Will heissen: Was man von Anna Seiler, der Stifterin vom Inselspital, weiss, wurde akkurat den vorhandenen Quellen entnommen und durch die eigene Fantasie so authentisch wie möglich ausgeschmückt. Alle anderen agierenden Figuren sind frei erfunden, wurden aber durch echte Persönlichkeiten und wahre Begebenheiten inspiriert.

Enthält die Geschichte auch autobiografisches?

Ich bin der Ansicht, dass jedes Werk eines Autors gleichzeitig autobiografische Züge aufweist. «Der Wind von Station 5» ist zwar deswegen keine Autobiografie, aber es enthält mitunter autobiografische Spuren, ja.

Was wünschst du oder erhoffst du dir mit diesem Buch?

Mein Wunsch ist es generell, den Menschen um mich herum Hoffnung und Freude weiterzugeben. Sollte also «Der Wind von Station 5» auf die eine und andere Person wie ein hoffnungsbringender Wind wirken, wäre das für mich das grösste Kompliment.

Mehr über «Der Wind von Station 5»

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